Wirtschaftlichkeit


Förderprogramme für Elektroautos

Förderprogramm des Bundes

Die Bundesregierung hat am 2. Juli 2016 die Förderung von Elektroautos mit einem Fördervolumen von 1,2 Milliarden Euro eingeführt. Nach offiziellen Prognosen wird diese Summe für eine Prämierung von 300.000 bis 400.000 E-Autos ausreichen. Die Anschaffung gewerblich genutzter Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb wird von der KfW durch günstige Kredite gefördert. Nachfolgend finden Sie alle Informationen rund um die Förderung von Elektroautos.

Förderanspruch

Das Fördervolumen wird zu 50 Prozent vom Bund und zu 50 Prozent von den Automobilherstellern getragen. Befristet ist die Förderung beim Elektroauto in Deutschland auf den 30. Juni 2019. Ist allerdings das komplette Budget bereits vorher beansprucht worden, endet sie entsprechend früher. Förderberichtigt sind:

  • Gewerbetreibende/Unternehmen
  • Gemeinnützige Organisationen
  • Privatpersonen

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Förderhöhe

  • Förderung von reinen Elektroautos (BEV): 4.000 Euro
  • Förderung von Plug-in-Hybriden (PHEV): 3.000 Euro

(Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf dabei 60.000 Euro nicht überschreiten.)

Hinweis: Im besten Fall wird dem E-Autokäufer direkt beim Händler die gesamte Fördersumme von der Rechnung abgezogen. Alternativ berechnet der Händler ausschließlich die Förderung seitens des Automobilherstellers und der Käufer muss die zweite Hälfte der Förderung bei der BAFA beantragen. Weitere Informationen zur BAFA-Förderung finden Sie hier.

Geldwerter Vorteil bei Elektro- und Hybridfahrzeugen

Im Koalitionsvertrag wurde ein reduzierter Satz bei der Dienstwagenbesteuerung vereinbart. Ein Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen privat nutzt, muss monatlich ein Prozent des Listenpreises als sogenannten geldwerten Vorteil versteuern. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden, soll es künftig einen Satz von 0,5 Prozent geben.

NRW.BANK Elektromobilität

Die NRW.BANK vergibt zinsgünstige Darlehen zur Unterstützung der Elektromobilität. Hierbei werden der Erwerb von Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotoren, Investitionen im Zusammenhang mit Elektromobilität und Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich der Elektromobilität mitfinanziert. Antragsberechtigt sind hier Existenzgründer, mittelständische Unternehmen, kommunale Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe. Die Förderung erfolgt in Form eines zinsgünstigen Darlehens, welches bis zu 100% der förderfähigen Kosten, mindestens jedoch 25.000€ und maximal 5 Mio. € beträgt.

Kfz-Steuerbefreiung

Für Elektroautos existiert eine Kfz-Steuerbefreiung für die Dauer von zehn Jahren. Dies gilt für alle kommenden Neuzulassungen bis Dezember 2020 sowie rückwirkend für alle Zulassungen ab dem 1. Januar 2016.

Steuerfreies Laden am Arbeitsplatz

Seit Ende 2016 profitieren Elektroautofahrer von einer weiteren steuerlichen Vergünstigung. Arbeitnehmer, die ihr Elektroauto am Arbeitsplatz aufladen, müssen keine Steuern mehr zahlen. Die Strombetankung wird nicht als „geldwerter Vorteil“ versteuert. Diese Regelung bezieht sowohl Privat-Autos, als auch privat genutzte Dienstwagen und S-Pedelecs ein. Auch im Bereich der Ladevorrichtung können Arbeitgeber ihre Angestellten unterstützen: Stellt dieser eine Ladestation zum Aufladen eines Elektrofahrzeugs unentgeltlich bzw. vergünstigt zur Verfügung (sinngemäß als Verleihen zu verstehen), fallen dafür keine Steuern für den Arbeitnehmer an. Anders verhält es sich allerdings, wenn der Arbeitgeber die Ladeeinrichtung übereignet (sinngemäß als Verschenken zu verstehen): Das zählt wiederum geldwerter Vorteil, weshalb dann pauschal 25 Prozent Steuern zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag auf den Wert der übereigneten Ladeeinrichtung fällig werden.

Förderung von Ladeinfrastruktur

Förderprogramm des Bundes

Förderhöhe

  • Ladepunkte bis 22 kW: bis zu 3.000 Euro
  • Schnellladesäulen: bis zu 30.000 Euro

Hinweis: Das Gesamtfördervolumen für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos beträgt 300 Millionen Euro. Die Förderung ist auf öffentlich zugängliche Ladesäulen sowie auf maximal 40 Prozent der Anschaffungskosten inkl. Montage und Netzanschluss beschränkt. Beachtet werden muss hier, dass der Aufbau der Ladestation nicht vor Bewilligung der Förderung beginnen darf.

Die erste Antragsphase zur Inanspruchnahme der Förderung der Ladeinfrastruktur sowie der nachstehende Förderung durch die KfW endete im April 2017. Dabei wurden 1.300 Anträge auf die Förderung von Ladeinfrastruktur gestellt. Am 14.09.2017 wurde ein zweiter Förderaufruf gestartet, welcher am 31.10.2017 ausgelaufen ist. Ob es einen dritten Förderaufruf geben wird, ist derzeit noch offen.

Landesförderprogramm progres.nrw

Förderanspruch

Gefördert wird die Errichtung von stationären Normalladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge mit einer elektrischen Leistung zwischen 11 und 22 kW. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der für den Ladevorgang erforderliche Strom aus erneuerbaren Energien oder aus dem vor Ort eigenerzeugtem regenerativem Strom stammt. Eine Antragstellung ist seit dem 16.10.2017 möglich

Konditionen

Der Zuschuss beträgt bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Kosten, max 1.000,- EUR für nicht öffentliche und max. 5.000,- EUR für öffentliche Ladepunkte. Bei Antragsstellung bis zum 31.03.2018 ist der Verzicht auf Strom aus erneuerbaren Energien möglich. Der Zuschuss reduziert sich dann auf 30 % der förderfähigen Ausgaben.

Am 10.01.2018 startet die neue Förderperiode mit gleichen Förderinhalten und Förderkonditionen. Antragsvordrucke werden ab 10. Januar 2018 auf der Themenseite "Förderprogramm progress" unter Downloads "Antragsformulare Markteinführung" zur Verfügung gestellt.

Aktuelle Infos zum Förderprogramm finden Sie hier:

Förderprogramm der KfW

Die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) fördert Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, freiberuflich Tätige und weitere Gewerbetreibende mit Krediten bis zu 10 Millionen Euro. Mit einem günstigen Kredit wird die Anschaffung von gewerblich genutzten Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb (sofern deren CO2-Emissionen 50 g pro Kilometer nicht übersteigen oder deren elektrische Reichweite mindestens 40 km beträgt) gefördert.

Weitere Informationen finden Sie hier